Ende der Freiheit

Von Konstantin Kaiser

Andere Stimme

Die „Lage“ ist einfach die:
Den verfaulenden alten Mächten
gedankenloser Finsternis
ging es mit der Freiheit zu weit.
Sie wollen zurück in die Zeiten
streitender Hegemonien,
sich im Blutbad erneuern.
In die Schranken zu weisen die Frauen.
Zurück wollen sie und zugleich
Ewigkeit schaffen für sich
und all ihr Zusammengerafftes,
ein Reich des Irreversiblen.
Die ganze Welt als Fourage.
Den Haltlosen gibt einzig Halt
ein geistiges Nordkorea,
abgeschirmt durch atomare Gewalt.

Doch polnischer Wodka ist besser!

Couplet

Die Menschen verfrachten sie
auf rostzerfressenes Schiff.
Das Schiff heißt „Vergangenheit“,
hat viele Löcher und Riss‘. Es gilt,
nur immer Wasser zu schöpfen,
damit das Schiff nicht sinkt.
Es helfen keine Kränze und Tafeln,
vor die Bullaugen gestellt.
Sie verschließen bloß den Ausblick
auf zukunftslos fremde Welt.

Wo Moder nur den Wurm erquickt!

Der Kahn ankert unter den Bergen der Krim
am Lethefluss, tief vergraben.
Der Ausgang aus dieser Unterwelt
bei Cherson liegt unter Wasser und Feuer zugleich
von Russlands Männerbund, benannt nach
Dugin, Prigoschin, Wagner.
Das Wasser aus dem Lethefluss
lassen auf Flaschen sie ziehen,
die verabreicht Frau Wagenknecht
in antikapitalistischem Mühen.

Schon als statt der Liebe die Pflicht
zum Gemeinwohl sollte verbinden
begann Gott samt Jüngstem Gericht
ersatzlos zu verschwinden. Ob ihm
die Stellung zu wechseln gelungen
ist bislang nicht durchgedrungen.
Die Advokaten des Unrechts berufen indes
sich auf vergessen, verjährt, vergangen.
Du aber, corazón libre, gibst nicht bei.
No te entregues in deinem Verlangen.