
Von Konstantin Kaiser
Die Künstlerin Kristina Viera Wolf ist eine der aktivsten FreundInnen
des ukrainischen Freiheitskampfes in Österreich. Sie hat als Jugendliche 1968 in der Tschechoslowkei erlebt, wie mit der Besetzung des Landes
durch die Sowjetunion und ihre Verbündeten das freie, zukunftsfreudige Leben erlosch.
In einer Ausstellung im Japanischen Garten, 1190 Wien, die gestern eröffnet wurde und noch bis Sonntag 18. Oktober täglich 10 – 17 Uhr zu sehen ist, wird neben herausragenden Studien von alten Olivenbäumen, die wie Porträts von ausgeprägten Persönlichkeiten wirken, das oben
wiedergegebene Bild gezeigt.
Die Künstlerin bewegt sich stets zwischen wie hingehauchten
Schwingungen, die sich nicht endgültig festlegen lassen, auf ihren Bildern weiterhin in Bewegung zu sein scheinen einerseits, und Kantigem, Festverwurzeltem, das in all der Flüchtigkeit Einhalt ermöglicht, anderseits.
Das Bild, sagt die Künstlerin, habe sie nach der Lektüre von „Fegefeuer“ von Sofi Oksanen als persönlichen Befreiungschlag gemalt, um nicht in Hoffnungslosigkeit und Dunkelheit zu versinken.
In der Ausstellung ist es als photographische Reproduktion auf Fahnenstoff zu sehen.
Der Mensch im Spiegel der Natur
Pavillon des Setagaya-Parks,
Gallmeyergasse 4, 1190 Wien
Ausstellungszeiten (Teapavillon):
12 – 18. Oktober, 13 bis 16:00 Uhr
Finissage: Sonntag, 18. Oktober, 14 Uhr
Organisator: Art Contact Ukraine
Kuratiert von Yana Gryniv
Artists:
Kristina Viera Wolf (SK/FR/AT)
Anastasiia Bodnar (UA/AT)
Alina Araslanova (UA/AT)
Maria Pylypenko (UA/AT)
Lina Solovei (UA/AT)
Manami Okazaki (JP/AT)
