Aus dem Logbuch

Von Konstantin Kaiser

Der Anschlag auf den Flughafen Leipzig erinnert mich unweigerlich an die von dem steirischen KPÖ-Politiker Dr. Werner Murgg wiederholt geäußerte Warnung, Lieferungen von kriegswichtigem Material an die Ukraine durch österreichisches Staatsgebiet seien völkerrechtlich ein legitimes Angriffsziel für die russische Föderation.
Vergleiche dazu meine Glosse „Selbstbestimmt in den Untergang“ vom 18. Oktober 2025 auf zwischenwelt International.

Wie so ein Angriff auf „legitime Kriegsziele“ ausschauen könnte, in Form zunächst niederschwellig scheinender Sabotageakte, zeigen die im Bereich des Flughafens Leipzig sichergestellten Drohnen. Der Angriff galt vermutlich den am Flughafen geparkten ukrainischen Antonow-Transportflugzeugen. Es hätte auch größerer Schaden entstehen können. Man könnte indes vermuten, dass das vorläufige Misslingen des Anschlags sogar Absicht war. Ziel war weniger die Herausforderung einer scharfen deutschen Reaktion als eine diffuse Verunsicherung, insbesondere in Hinblick auf die nahe bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt.