Aus dem Logbuch
Von Konstantin Kaiser
Iran International wiederholt am 20. März 2026 eine Information vom 10.3. 2025:
„Iranische Mordaktionen wurden mit Waffenhandel finanziert. Ein Ex-IRGC-Minister im Exil sagt aus.
Mohsen Rafiqdoust, vordem Leibwächter von Ayatollah Khomenei und Begründer der IRGC weist auf ein Bankkonto in Frankfurt am Main hin, über das das Geld für verdeckte Operationen bereitgestellt wurde, so für den Mord an General Gholan-Ali Oveisi 1984 in Paris und 1991 an Shapour Bakhtiar.
Rafiqdoust behauptet: „Die Baskische Separatistengruppe in Spanien führte diese Ermordungen für uns aus. Wir bezahlten sie, und sie führten die Tötungen in unserem Auftrag aus.“
Am 6.8. 1992, dem ersten Jahrestag der Ermordung des ehemaligen iranischen Ministerpräsidenten Bakhtiar wurde der Sänger und Dichter Fereydun Farrokhsad in seinem Haus in Bonn ermordet. Die immer noch unbekannten Täter erstachen und enthaupteten ihn. Man ließ die Sache so aussehen, als wäre Fereydun Opfer einer ihm feindlichen anderen iranischen Oppositionsgruppe geworden.
Mit ihm starb eine Leitfigur des iranischen Exils, die zu einer Vereinigung der veschiedenen politischen Strömungen beitragen hätte können. Farrokhsad war in Teheran ein Lehrer der Poesie für die jugendliche Dichterin Nahid Bagheri, die sich in dem Text Frau Sonne. Dem iranischen Exillyriker, Sänger und Schauspieler Fereydoun Farrokhzad gewidmet daran erinntert. (Erschienen in ZW Nr. 1/2013).
Nun finden sich mancherorts eifrige Antiimperialisten, die die Tötung Ali Chameneis als Kriegsverbrechen anprangern, verbürge das Völkerrecht doch die Immunität des Staatsoberhaupts. Man könnte dazu aber auch sagen: Chamenei hat sich selbst eingeholt.
