Aus dem Logbuch

Von Konstantin Kaiser
16.Jänner 2026

Deniz Ciya (Foto: x.com)

Die tote Scharfschützin, die von Islamisten in Aleppo aus dem dritten Stock des Gebäudes, das sie verteidigte, auf die Straße geworfen wurde, ist als ein Mitglied der kurdischen Sicherheitskräfte identifiziert. Sie hat sich, wird kolportiert, mit ihrer „letzten Kugel“ das Leben genommen, um nicht lebend den Islamisten in die Hände zu fallen, nachdem ihre Munition verbraucht war. An verschiedenen Positionen kämpften Sicherheitskräfte der kurdisch dominierten Stadtbezirke bis zur letzten Patrone. Sie ergaben sich nicht, gaben sich selbst den Tod.

Der Nachrichtendienst ANF publizierte Fotos der Gefallenen, drei Frauen, zwei Männer.
Deniz Ciya, dem Anschein ihres Fotos nach die alteste von ihnen, führte die Gruppe. Ihre Leiche wurde unter Allahu Akbar auf die Straße geworfen.

Der Angriff auf die „autonomen“ Stadtviertel von Aleppo begann am 6. Jänner mit der ultimativen Aufforderung an die Bewohner, die Stadt bis zum Nachmittag des nächsten Tages zu verlassen. Es sollen dann über 100 an den Kämpfen Beteiligte und „Zivilisten“ ums Leben gekommen sein, wobei die Anzahl der zivilen Opfer noch offen ist. Die Wohnviertel wurden mit schweren Waffen beschossen.

Viele junge Männer wurden von den Islamisten in Fesseln weggeführt. Man weiß bisher nicht, wo sie jetzt sind.